Fragen zu TWINTEC

Was spricht für die TWINTEC AG?

TWINTEC ist ein führender Anbieter von umweltfreundlichen Produkten und Technologien zur Abgasminderung. Das Unternehmen fertigt in erster Linie innovative Produkte wie Rußpartikelfilter, Kaltlaufregler oder Katalysatoren zur Nach- und Aufrüstung von bereits zugelassenen Fahrzeugen, sowie entsprechende Austauschprodukte. Daneben findet das vorhandene Know-how in der katalytischen Beschichtungstechnologie zunehmend auch in weiteren industriellen Anwendungen Verwendung.

Wie sieht die genaue Strategie hinsichtlich der Mittelverwendung aus? 

  1. Erschließung neuer Märkte mit bestehenden, weiter- und neuentwickelten Produkten und Dienstleistungen
  2. bessere Durchdringung bestehender Märkte durch den Ausbau des Vertriebs
  3. Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung, um neue Produkte anbieten zu können
  4. Erschließung neuer Geschäftsfelder (durch Weiter- und Neuentwicklung von Produkten und Dienstleistungen)
  5. Steigerung des Bekanntheitsgrads durch klassische Marketing-Maßnahmen

Wann erfolgte der Börsengang?

Im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland mit Wertpapierverkaufsprospekt wurden die Aktien der TWINTEC AG vom 12. bis 20.März 2007 zur Zeichnung angeboten. Die Erstnotiz war am 22. März 2007.


Wie hoch war der Ausgabe- bzw. Emissionspreis?

Der Platzierungspreis betrug 11 Euro. Die Preisspanne für die Zeichnung belief sich auf 10 bis 11 Euro.


Wie lautet das Börsenkürzel?

Börsenkürzel: TIN
ISIN: DE000A0LSAT7
WKN: A0LSAT


Wie viele Aktien wurden platziert?

Es wurden bis zu 2.275.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien angeboten, davon stammten bis 275.000 Aktien aus einer Mehrzuteilungsoption.


Gab es eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe)?

Die Mehrzuteilungsoption betrug bis zu 275.000 Aktien aus dem Besitz der abgebenden Aktionäre.


Welche Banken begleiteten den Börsengang?

Sole Lead Manager und Sole Bookrunner ist die equinet AG, Frankfurt. Die comdirekt AG ist Selling Agent.


Wollen Sie eine Dividende ausschütten? Wann?

In den letzten drei Jahren hat TWINTEC keine Dividende ausgeschüttet, sondern die Gewinne vollständig im Unternehmen belassen. TWINTEC ist ein Wachstumsunternehmen und wird daher freie Mittel tendenziell auch künftig in den Ausbau der Marktposition und der Geschäftstätigkeit investieren.


Warum haben Sie den Entry Standard gewählt und nicht den anspruchsvolleren und transparenteren Prime Standard?

Der Entry Standard ist ja extra für mittelständische Unternehmen wie TWINTEC geschaffen worden. Er bietet einen kosteneffizienten und schnellen Marktzugang. Deshalb haben wir uns für diesen Weg des Gangs an die Börse entschieden. Wir werden in der Zukunft in regelmäßigen Abständen prüfen, ob der Wechsel in die Segmente General oder Prime Standard sinnvoll ist. Dafür müssen jedoch noch einige Voraussetzungen geschaffen werden. Zum Beispiel wird derzeit nach HGB bilanziert, in den Segmenten General und Prime Standard hingegen wird die Bilanzierung nach IFRS verlangt.


Werden Sie freiwillig die im Entry Standard geforderten Publizitätspflichten übertreffen, etwa indem Sie Quartalsberichte veröffentlichen?

Wir werden die Veröffentlichung von Quartalsberichten sowie die Anerkennung des Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) zu gegebener Zeit prüfen. Beide Maßnahmen sind wichtig, um die Transparenz der Gesellschaft zu erhöhen. Gleichwohl sind sie im Entry Standard nicht gefordert.


Mit wem vergleichen Sie sich an der Börse? Wer ist Ihre Peergroup?

Derzeit ist uns kein vergleichbares, börsennotiertes Unternehmen mit ähnlichen Produkten, Kunden- und Marktstrukturen im After-Sales-Markt bekannt.


Wie werden sich Umsatz und Ergebnis entwickeln?

Der Markt für Produkte zur Abgasminderung wächst derzeit stark. Von dieser Dynamik will TWINTEC profitieren und seinen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen. Angesichts der Dynamik des Marktes und der sich verändernden Rahmenbedingungen möchten wir derzeit keine konkrete Prognose veröffentlichen.


Welche Argumente sprechen für die Produkte von TWINTEC? Warum soll der Verbraucher den Rußpartikelfilter von TWINTEC kaufen?

Das wesentliche Argument ist Qualität - hinsichtlich Wirkung, Dauerhaltbarkeit und insbesondere auch hinsichtlich der Sicherheit im Betrieb. Fast alle Fahrzeughersteller setzen auf dieselbe Technologie zur Nachrüstung von Pkw wie TWINTEC. TWINTEC selbst beliefert derzeit elf namhafte Fahrzeughersteller direkt und exklusiv mit Rußfilterkats. Bereits diese Tatsachen sprechen für die hohe Qualität der TWINTEC-Produkte. Außerdem sind wir mit unseren Lieferprogrammen bei nahezu allen bedeutenden Autoteile-Distributoren, filialisierenden Großhandels- und Werkstattorganisationen sowie Schnellmontageketten gelistet.


Wodurch unterscheidet sich TWINTEC von seinen Wettbewerbern?

TWINTEC bietet ein breites Produktspektrum für PKW und teilweise auch Nutzfahrzeuge an und ist dabei sehr flexibel und schnell bei der Umsetzung von innovativen Produktideen. Dies haben wir bereits mehrmals bewiesen, etwa beim Kaltlaufregler und jetzt beim Rußfilterkat. Als wesentlichen Wettbewerbsvorteil betrachtet TWINTEC neben den Kompetenzen in Engineering, Homologation, Marketing und Vertrieb das Know-how und die Kapazitäten in der Beschichtungstechnologie, die unseres Wissens kein direkter Wettbewerber aufweist.


Welche Wettbewerber gibt es?

Der wichtigste Wettbewerber ist die Firma HJS.


Will TWINTEC selbst auf Akquisitions-Tour gehen?

Dies ist derzeit nicht angedacht, kann aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.


TWINTEC erscheint wie ein „Ein-Produkt-Unternehmen“. Wie stellen sich die Aussichten nach dem Rußfilterkat-Boom dar?

TWINTEC bietet eine breite Produktpalette an. Unser Geschäftsmodell basiert nicht nur auf der Nachrüstung von filterlosen Diesel-Fahrzeugen. Wir haben auch Austausch- und Aufrüstkatalysatoren, Kaltlaufreger und Abgaskrümmer im Programm. All diese Produkte sind eigentlich Produktfamilien, da für die Vielzahl der Fahrzeughersteller und –modelle jeweils individuelle Lösungen entwickelt, spezifiziert und zertifiziert werden müssen.

Ferner sind auch bei alternativen Kraftstoffen wie Bioethanol, Biodiesel, Erdgas oder Flüssiggas Abgasnachbehandlungssysteme erforderlich. Insbesondere der Betrieb mit Erdgas oder Biogas stellt große Anforderungen an die Katalysatorentechnik, die nur mit umfassendem Know-how in der Beschichtungstechnologie gemeistert werden können. Diese Kenntnisse besitzt TWINTEC.

Wer sind die wichtigsten Kunden?

TWINTEC vertreibt seine Produkte an den Fahrzeugteile-Großhandel und führende Werkstatt-Filialisten hauptsächlich in Europa, vor allem in Deutschland, Belgien, Österreich, Schweiz, Italien und den Niederlanden, sowie auch an namhafte Automobilhersteller und an Hersteller von Abgasanlagen.

Wie stellen sich die Zukunftsaussichten von TWINTEC dar, wenn sich andere Technologien bzw. Motoren (Wasserstoff, Gas, etc.) durchsetzen?

Realistische Einschätzungen der Automobilhersteller gehen bzgl. der Wasserstoff-Motoren von einer breiten Markteinführung nicht vor 2015 aus. Das Problem sind neben der erforderlichen Infrastruktur unter anderem auch die hohen Kosten der Systeme. Und auch Erdgastechnik als Motorenantrieb benötigt eine Abgasnachbehandlung.

Welche technologischen Weiter- bzw. Neuentwicklungen planen Sie?

Zunächst wird die Produktpalette für Pkw-Rußfilternachrüstsysteme ausgebaut. Parallel dazu wollen wir das Angebot an Austauschkatalysatoren aber auch an Austauschabgaskrümmern vergrößern.

Ist das TWINTEC-Know-how durch Patente geschützt?

Nein, prinzipiell nicht, da dies eher negative als positive Effekte mit sich bringen würde. Durch Patente werden zu viele Informationen offengelegt und Wettbewerber könnten Patente umgehen und gleichzeitig das Know-how nutzen, ohne gegen entsprechende Patente zu verstoßen. Es existiert lediglich ein Patent zur Beschichtung von Rußpartikelfiltern, das aber nicht als Markteintrittsbarriere dient.

Wie viele Fahrzeuge in Deutschland können nachgerüstet werden? Und wie viele Fahrzeugbesitzer werden es Ihrer Einschätzung nach tatsächlich tun?

Alleine in Deutschland sind rund 8 Millionen Diesel-Pkw ohne Rußfilter im Verkehr. Umwelt- und Branchenverbände sowie die Politik gehen von einem Potential von teilweise bis zu 2 Millionen Nachrüstungen aus.

Wenn ich mit einem Ihrer Produkte nachgerüstet habe: Entgehe ich dann den Fahrverboten, die manche Städte verhängen?

Ja. Und es gibt noch weitere Vorteile: eine niedrigere Kfz-Steuer bzw. direkte öffentliche Zuschüsse sowie eine positive Auswirkung auf den Wiederverkaufswert des Fahrzeuges.

 

 

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